Runder Tisch Mittagsbetreuung

am 15.04.15 im Heinrichssaal des erzbischöfl. Jugendamtes

am 30.04.2015

Viele Eltern wünschen sich eine verlässliche Betreuung ihres Grundschulkindes; von großer Wichtigkeit ist dies für berufstätige Eltern und insb. Alleinerziehende.

Das Kultusministerium hatte (erstmals zum Schuljahr 1999/2000) Möglichkeiten zur Mittagsbetreuung (bis mind. 14 Uhr oder bis mind. 15.30 Uhr) an der Schule eingeführt.
Mit der Durchführung wird dann vor Ort ein Trägerverein beauftragt.

Im aktuellen Schuljahr gibt es an Bamberger Grundschulen 50 Gruppen zur Mittagsbetreuung; knapp 24 % der Grundschüler gehen damit in eine Mittagsbetreuung.
Träger der Mittagsbetreuungen klagten teilweise über beengte räumliche Verhältnisse und finanzielle Engpässe (die Stadt zahlt keine sog. freiwilligen Leistungen zur Durchführung der Mittagsbetreuung).


Um einen Überblick über den Stand der MB und mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung zu bekommen, hat der Familienbeirat Mitte März Schulleitung, Träger, Elternvertreter der Grundschulen mit Mittagsbetreuung zu einem Runden Tisch eingeladen; ca. 35 Personen kamen am 15.04. um 17 Uhr in den Heinrichssaal des erzbischöflichen Jugendamtes.
Für den Runden Tisch war unter Moderation von Anja Pflaum ein überlegter Ablaufplan vorbereitet.


Die Sitzung nahm jedoch einen etwas anderen Verlauf: Der Grund dafür war die am 24. 03. Überraschend veröffentlichte gemeinsame Vereinbarung der Bayerischen Staatsregierung und der kommunalen Spitzenverbände zum „Ganztagsgipfel 2015“. In der Vereinbarung werden Eckpunkte ab dem Schuljahr 2016/17 festgelegt; für das kommende Schuljahr 2015/16 sollen im Rahmen einer Pilotphase (bayernweit) bis zu 300 Gruppen „Offene Ganztagesschule“  an Grundschulen eingeführt werden (100 davon können auch im sog. Kombimodell zusammen mit der Jugendhilfe gestaltet werden).


Bei dem Runden Tisch bestand nun – insbesondere bei den anwesenden Schulleiter/innen – großer Informationsbedarf dazu. Der (während einer Stunde) anwesende Schulreferent Bürgermeister Dr.Lange konnte dazu noch keine konkreten Beschlüsse nennen, verwies auf die eigens eingerichtete verwaltungsinterne Arbeitsgruppe, betonte aber mehrfach die angespannte Haushaltslage der Stadt und die vielfachen Aufgaben zur Sanierung der Schulen (z.B. Brandschutz).

Im weiteren Verlauf wurde – insbesondere von Leiterinnen der Mittagsbetreuung sowie Elternseite – dringenden Platzbedarf geschildert und  das weiter steigende Interesse an der Mittagsbetreuung betont, was bereits zu Wartelisten führt. 
Mehrfach wurde die Frage gestellt, wer auswählt, die Kinder welcher Eltern/ Alleinerziehender einen Platz bekommen und wer abgewiesen wird?
Trägervertreterinnen verwiesen auf auflaufende finanziellen Defizite bei verschiedenen Maßnahmen.


Es wurden Vernetzungs- und Vorgehensmöglichkeiten überlegt. Eine Fortsetzungsveranstaltung ist geplant.


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